Rückerstattung der von Lieferanten verursachten Qualitätskosten
Kunde
Die Firma ist ein Konzern mit Hauptsitz in NRW und produziert Scheinwerfer, elektronische Module und Lifecycle-Lösungen für die Automobil Industrie. Umsatz 2023: 8,1 Mrd. € Das Unternehmen ist in 125 Orten und 35 Ländern vertreten. Weltweit beschäftigt die Firma ca. 37.500 Mitarbeiter davon ≈ 8.000 in Deutschland.
Aufgabe & Ziel
Entwicklung und Umsetzung eines Projekts mit dem Ziel, die von Lieferanten verursachten Kosten transparent zu machen, zu verfolgen und somit eine reibungslose Belastung an Lieferanten zu ermöglichen.
Die Aufgabe soll die aktuellen Systeme berücksichtigen, sowie die Umsetzung in der ersten Phase, in allen deutschen Werken umgesetzt werden.
Situation & Herausforderungen
Prozesse sind nicht transparent und viele Transaktionen sind nicht dokumentiert. Lieferanten bekommen unterschiedliche Informationen, da eine standardisierte Vorgehensweise nicht existiert. Die Reklamationsabwicklung erfolgt unterschiedlich von Standort zu Standort. Die Implementierung eines standardisierten Prozesses ist die Top-Herausforderung, da die verschiedenen Organisationen unterschiedliche Ansichten und Meinungen vertreten.
Vorgehensweise & Maßnahmen
Es werden Interviews in jedem deutschen Werk durchgeführt, um die lokalen Prozesse bzw. Indikatoren zu verstehen. Alle Informationen werden analysiert, um Ähnlichkeiten bzw. Unterschiede festzustellen. Die Zusammenarbeit mit dem SAP-Implementierungsteam ist zu berücksichtigen, um die Reklamationsabwicklungsprozesse zu standardisieren und so weit wie möglich zu automatisieren. Es werden grundsätzliche Prozesse konzeptualisiert, die als Grundstruktur dienen und durch werksübergreifende Workshops finalisiert werden. Key-User sind für die lokale Umsetzung der Prozesse verantwortlich und werden je Standort geschult.
Ergebnisse & Erfolge
Es wurden allgemeine Prozesse abgestimmt. Die Optimierung dieser Prozesse benötigte zwei zusätzliche Workshops. Um den Lieferanten die verabschiedeten Prozesse sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten zu kommunizieren, wurde die Lieferantenrichtlinie überarbeitet. Sämtliche Fehlerbilder werden systematisch dokumentiert. Die berechtigten Reklamationskosten werden automatisch von offenen Forderungen abgezogen. Die Qualitätskosten werden durch das Controlling bestätigt. Erstattete Qualitätskosten: 1. Jahr ≈ 0,8 Mio. € 2. Jahr ≈ 1,8 Mio. €