Rück­erstat­tung der von Lie­fe­ran­ten ver­ur­sach­ten Qualitätskosten

Kun­de

Die Fir­ma ist ein Kon­zern mit Haupt­sitz in NRW und pro­du­ziert Schein­wer­fer, elek­tro­ni­sche Modu­le und Life­­cy­cle-Lösun­­gen für die Auto­mo­bil Indus­trie. Umsatz 2023: 8,1 Mrd. € Das Unter­neh­men ist in 125 Orten und 35 Län­dern ver­tre­ten. Welt­weit beschäf­tigt die Fir­ma ca. 37.500 Mit­ar­bei­ter davon ≈ 8.000 in Deutschland. 

  • Inter­view­te Stake­hol­der: 15 Mit­ar­bei­ter, 6 Team­mit­glie­der (Cor­po­ra­te)
  • Betrach­te­te Stand­or­te: 15 Standorte
  • Rück­erstat­tung Qua­li­täts­kos­ten: 1. Jahr: 0,8 Mio. €, 2. Jahr: 1,8 Mio. €

Auf­ga­be & Ziel

Ent­wick­lung und Umset­zung eines Pro­jekts mit dem Ziel, die von Lie­fe­ran­ten ver­ur­sach­ten Kos­ten trans­pa­rent zu machen, zu ver­fol­gen und somit eine rei­bungs­lo­se Belas­tung an Lie­fe­ran­ten zu ermöglichen. 

Die Auf­ga­be soll die aktu­el­len Sys­te­me berück­sich­ti­gen, sowie die Umset­zung in der ers­ten Pha­se, in allen deut­schen Wer­ken umge­setzt werden. 

Situa­ti­on & Herausforderungen

Pro­zes­se sind nicht trans­pa­rent und vie­le Trans­ak­tio­nen sind nicht doku­men­tiert. Lie­fe­ran­ten bekom­men unter­schied­li­che Infor­ma­tio­nen, da eine stan­dar­di­sier­te Vor­ge­hens­wei­se nicht exis­tiert. Die Rekla­ma­ti­ons­ab­wick­lung erfolgt unter­schied­lich von Stand­ort zu Stand­ort. Die Imple­men­tie­rung eines stan­dar­di­sier­ten Pro­zes­ses ist die Top-Her­aus­­for­­de­rung, da die ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen unter­schied­li­che Ansich­ten und Mei­nun­gen vertreten. 

Vor­ge­hens­wei­se & Maßnahmen

Es wer­den Inter­views in jedem deut­schen Werk durch­ge­führt, um die loka­len Pro­zes­se bzw. Indi­ka­to­ren zu ver­ste­hen. Alle Infor­ma­tio­nen wer­den ana­ly­siert, um Ähn­lich­kei­ten bzw. Unter­schie­de fest­zu­stel­len. Die Zusam­men­ar­beit mit dem SAP-Imple­­men­­tie­rungs­­­team ist zu berück­sich­ti­gen, um die Rekla­ma­ti­ons­ab­wick­lungs­pro­zes­se zu stan­dar­di­sie­ren und so weit wie mög­lich zu auto­ma­ti­sie­ren. Es wer­den grund­sätz­li­che Pro­zes­se kon­zep­tua­li­siert, die als Grund­struk­tur die­nen und durch werks­über­grei­fen­de Work­shops fina­li­siert wer­den. Key-User sind für die loka­le Umset­zung der Pro­zes­se ver­ant­wort­lich und wer­den je Stand­ort geschult. 

Ergeb­nis­se & Erfolge

Es wur­den all­ge­mei­ne Pro­zes­se abge­stimmt. Die Opti­mie­rung die­ser Pro­zes­se benö­tig­te zwei zusätz­li­che Work­shops. Um den Lie­fe­ran­ten die ver­ab­schie­de­ten Pro­zes­se sowie die Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten zu kom­mu­ni­zie­ren, wur­de die Lie­fe­ran­ten­richt­li­nie über­ar­bei­tet. Sämt­li­che Feh­ler­bil­der wer­den sys­te­ma­tisch doku­men­tiert. Die berech­tig­ten Rekla­ma­ti­ons­kos­ten wer­den auto­ma­tisch von offe­nen For­de­run­gen abge­zo­gen. Die Qua­li­täts­kos­ten wer­den durch das Con­trol­ling bestä­tigt. Erstat­te­te Qua­li­täts­kos­ten: 1. Jahr ≈ 0,8 Mio. € 2. Jahr ≈ 1,8 Mio. €