Ein Site Assess­ment, auch als Umwelt­stand­ort­be­wer­tung bekannt, ist eine umfas­sen­de Unter­su­chung eines Grund­stücks, um des­sen Umwelt­zu­stand zu ermit­teln. Die­se Bewer­tung dient dazu, poten­zi­el­le Umwelt­be­las­tun­gen und Haf­tungs­ri­si­ken zu iden­ti­fi­zie­ren, die mit der Immo­bi­lie ver­bun­den sein könn­ten. Der Haupt­zweck eines Site Assess­ments besteht dar­in, vor­han­de­ne oder poten­zi­el­le Kon­ta­mi­na­tio­nen zu iden­ti­fi­zie­ren und zu bewer­ten sowie deren mög­li­che Aus­wir­kun­gen auf die mensch­li­che Gesund­heit und die Umwelt zu beur­tei­len. Die­se Bewer­tun­gen wer­den übli­cher­wei­se von Umwelt­fach­leu­ten durch­ge­führt, die stan­dar­di­sier­te Pro­to­kol­le und Richt­li­ni­en befol­gen, um genaue und ver­läss­li­che Ergeb­nis­se zu gewährleisten.

Der Pro­zess eines Site Assess­ments beginnt in der Regel mit einer Vor­un­ter­su­chung (Preli­mi­na­ry Assess­ment, PA), bei der his­to­ri­sche Daten und rea­di­ly available Infor­ma­tio­nen über die Bedin­gun­gen vor Ort gesam­melt wer­den. Ziel die­ser Pha­se ist es, zu beur­tei­len, ob das Gelän­de eine poten­zi­el­le Bedro­hung für die mensch­li­che Gesund­heit und die Umwelt dar­stellt und ob wei­te­re Unter­su­chun­gen erfor­der­lich sind. Im Anschluss dar­an folgt oft eine detail­lier­te­re Stand­ort­un­ter­su­chung (Site Inves­ti­ga­ti­on, SI), bei der Umwelt­pro­ben gesam­melt und ana­ly­siert wer­den, um die Art und das Aus­maß der Kon­ta­mi­na­ti­on genau­er zu bestim­men. Die­se Pha­sen sind ent­schei­dend, um fun­dier­te Ent­schei­dun­gen über erfor­der­li­che Sanie­rungs­maß­nah­men und die wei­te­re Nut­zung des Grund­stücks zu treffen.

Site Assess­ments sind ins­be­son­de­re bei Immo­bi­li­en­trans­ak­tio­nen, der Ein­hal­tung gesetz­li­cher Vor­schrif­ten und der due dili­gence unver­zicht­bar. Sie lie­fern wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen, die Eigen­tü­mern, Käu­fern und Kre­dit­ge­bern hel­fen, die Umwelt­ri­si­ken einer Immo­bi­lie zu bewer­ten und geeig­ne­te Maß­nah­men zur Risi­ko­min­de­rung zu ergrei­fen. Ein umfas­sen­des Ver­ständ­nis der poten­zi­el­len Umwelt­be­las­tun­gen ist ent­schei­dend, um die nach­hal­ti­ge Nut­zung von Res­sour­cen zu gewähr­leis­ten und die Umwelt sowie die mensch­li­che Gesund­heit zu schüt­zen. Zusam­men­fas­send las­sen sich Site Assess­ments in ver­schie­de­ne Taxo­no­mien ein­ord­nen. Auf der über­ge­ord­ne­ten Ebe­ne ste­hen Umwelt­be­wer­tun­gen und Umwelt­ma­nage­ment, wäh­rend spe­zi­fi­sche­re Unter­ka­te­go­rien wie Pha­­se-I- und Pha­­se-II-Umwelt­­­stan­d­or­t­­be­­wer­­tun­­gen wei­te­re Detail­lie­run­gen bie­ten. Pha­­se-I-Bewer­­tun­­gen umfas­sen eine his­to­ri­sche Recher­che und eine visu­el­le Inspek­ti­on der Immo­bi­lie, wäh­rend Pha­­se-II-Bewer­­tun­­gen tie­fer­ge­hen­de Umwelt­pro­ben und Ana­ly­sen beinhal­ten. Die­se struk­tu­rier­ten Bewer­tungs­pro­zes­se sind uner­läss­lich, um die recht­li­chen und öko­lo­gi­schen Anfor­de­run­gen zu erfül­len und um fun­dier­te Ent­schei­dun­gen in Bezug auf die Nut­zung und Sanie­rung von Grund­stü­cken zu treffen.

Illustration eines Site Assessment-Prozesses für eine industrielle Liegenschaft, zeigt Umweltfachleute bei der Entnahme von Boden- und Wasserproben sowie bei der Untersuchung historischer Aufzeichnungen. Im Hintergrund sind industrielle Gebäude, Lagertanks und Umweltgefahren wie chemische Rückstände zu sehen. Unten rechts das Logo der Improvement Experts GmbH.

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